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Friedensbote Nr. 150

 „Alles neu macht der Mai“; mit diesem Zitat aus einem Gedicht von Hermann Adam von Kamp, begann Pastor Hartmut Merten den 1. Artikel im Friedensboten Mai/ Juni 1989. Zugleich ist dies der erste Friedensbote der Friedenskirche überhaupt. Jetzt gerade halten Sie die laufende Nr. 150 in Händen. Dafür haben wir knapp 25 Jahre benötigt. Daran kann ich mich auch noch recht gut erinnern; die Friedenskirche wurde mit der Kirchenvorstandswahl 1988 selbstständig. Allerdings hatten wir mit dem Ruhestand von Frau Pastorin Marie-Luise Schilling auch keine Pastorin resp. Pastor mehr. Die ersten eigenen Schritte in die neue  Selbstständigkeit machten wir mit Pastor Hesse als Vakanz Vertretung. Dafür bin ich auch heute Pastor Hesse noch sehr dankbar, musste doch manche zukunftweisende Weiche für die Friedenskirche gestellt werden. Nach 9 Monaten bekamen wir mit Pastor Hartmut Merten unseren ersten eigenen und selbstständigen Pastor. Schon nach kurzer Zeit begannen wir im Kirchenvorstand verschiedene  Titelblattvorschläge zu besprechen und zu sichten .Die Ansicht hat sich bis heute nicht grundlegend geändert. Der anfangs meist 12-seitige Umfang wurde mühsam mit ausgeschnittenen Berichten „zusam-men geklebt“. Ab Ausgabe 10/11 2003 wird der Friedensbote von unserem Redaktionsleiter am Rechner zusammengestellt. Mit der Ausgabe 12/01 2009/10 zeigt sich der Friedensbotenumschlag farbig. Zwei Jahre später wird der Friedensbote durchgängig in Farbe gedruckt. Auch im Inneren des Friedensboten sind Veränderungen spürbar, oftmals schleichend und erst im Vergleich erkennbar. Mittlerweile ist der Friedensbote auf einen meistens 16-seitigen Umfang gewachsen. Unsere erste Ausgabe war rückblickend betrachtet, noch 4 Monate von der Maueröffnung entfernt. Unseren ersten Friedensboten zierte ein Titelbild mit vielen Blüten an einem Baum.

Neben den vielen mittlerweile gedruckten Friedensboten gibt es etliche Mitstreiter, die sich näher mit diesem „Printmedium“ identifizieren. Der Redaktionskreis ist in jedem Friedensboten im Impressum abgedruckt und somit erkennbar. Auch die Druckerei und die Anzahl von 1400 Stück sind ersichtlich. Dazu kommt noch eine ganze Schar von Helferinnen und Helfern, die den Friedensboten bei der Ankunft in Alfeld nach einem Logistikplan verteilen. Das auch ohne großes Aufhebens, sozusagen sehr gewissenhaft, aber lautlos. Spätestens hier ein ganz aufrichtiges „Danke schön“ an alle Verteiler des Friedensboten, natürlich auch an alle ehemaligen Verteiler und Redakteure.

Möglicherweise stellt sich die Frage, ob der gedruckte Friedensbote im Zeitalter der elektronischen Medien überhaupt noch notwendig ist, sozusagen „Newsletter Friedenskirche“?

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Der Friedensbote

Im März 1988 wurde für die nunmehr selbständige Kirchengemeinde der Friedenskirche ein neuer Kirchenvorstand gewählt, und am 01.Februar 1989 war es dann so weit: der erste „eigene“ Pastor trat seinen Dienst an. Dieser junge Pastor auf Probe war für uns ein Glücksfall. Ideenreich und mit jugendlichem Elan riss er den Kirchenvorstand mit.

So schlug er auch alsbald die Herausgabe eines eigenen Gemeindebriefes zur Verteilung an alle Haushalte des Friedenskirchenbereiches vor. Damit sollten Informationen an unsere Gemeindemitglieder weitergegeben, Allgemeines aus der Gemeinde berichtet und Rechenschaft über die Arbeit des Kirchenvorstandes abgelegt, ferner kirchliche und aktuelle Themen und Probleme angesprochen werden. Die Redaktion der ersten Stunde setzte sich zusammen aus Pastor Merten, R. Völkel mit Tochter Skrollan und mir. Der vorgegebene Umfang unserer kleinen Zeitung betrug und beträgt aus finanziellen Gründen in der Regel 12 Seiten. Schon nach kurzer Zeit waren wir mit L. Holljesiefken und K. Martens 6 „Redakteure“. Trotz Anlaufschwierigkeiten hatten wir viel Spaß.

Lustig war immer der Abend des „Layout“, der Zusammen-stellung und Aufmachung der nächsten Zeitungsausgabe im Pfarrhaus oder bei mir zu Hause. Die mit Maschine geschriebenen Artikel mussten Kontrolle gelesen, ausgeschnitten und geordnet und die dazu gehörigen Fotos und Grafiken in die passende Größe gebracht und ihnen zugeordnet werden. Dann wurden die einzelnen Seiten in Spalten durch Aufkleben der Artikelabschnitte usw. hergestellt. Keine Spalte, keine Grafik, keine Seitennummer durfte verwechselt werden. Kein Aufkleber durfte schief sitzen, kein Klebefleck durfte die Seiten verzieren, denn diese Originale wurden zur Vervielfältigung durch die Kopiermaschine geschickt.

Im Herbst 1992 schrumpfte unser Team wieder auf 4 Personen. Im Gemeindebrief Okt./ Nov.1992 verabschiedete sich Pastor Merten, und wir bekamen wieder einen Glücksfall von jungem Pastor auf Probe, der uns bis heute erhalten geblieben ist: Pastor Kratochwill. Dieser und seine Frau arbeiteten sogleich im Friedensboten mit, und wir 3 übrig gebliebenen „Laien-Redakteurinnen“ atmeten auf. Im Sommer 1993 verließ uns dann auch R. Völkel, aber schon Weihnachten konnten wir M.–L. Benecke als neue Kollegin begrüßen. Im Februar 1994 stieß E. Müller zu uns, die bis heute mit viel Elan mitarbeitet und ihren Mann dazu gebracht hat, unser Layout auf dem Computer für den anschließenden Druck zu erstellen, eine enorme Erleichterung für uns und viel Arbeit für ihn Wenn wir auch gelegentlich unsere Kinder oder auch Bekannte mit viel Überredungsaufwand als Gastschreiber gewinnen konnten, so sind wir trotz diverser Anwerbungsversuche doch immer ein kleiner Kreis von alten Hasen geblieben, dem – wie mir manchmal scheint – langsam der Schwung abhanden zu kommen droht. Neuer Schwung und neue Ideen sind deshalb nach wie vor erwünscht. Lesernachfragen und –anregungen werden gern entgegen genommen, aber natürlich auch Kritik. Nach einigen Wechseln im Jahre 2006 besteht unser Redaktionskreis bis heute aus den auf Seite 2 unten dieses Friedensboten unter „Impressum“ aufgeführten Personen. Wir hoffen weiterhin, Sie trotz all unseres Laienjournalismus’ nicht zu langweilen und Ihr Interesse an der Friedenskirche zu erhalten oder auch zu wecken.

JuA